Wohnungslos und ohne Schutz in Aschaffenburg? Das darf nicht sein!

Übernachtungen im Freien bei Frost und Eiseskälte sind lebensgefährlich. Durch die kalte Jahreszeit und die noch dazugekommene Pandemie ist die Situation von Obdachlosen besonders schwierig. Wir sagen, es ist Zeit zu handeln um Leben zu schützen und möchten denjenigen helfen, die besonders unser aller Hilfe benötigen. Das ist unsere gemeinsame Pflicht als solidarische Stadtgemeinschaft. Um das Leben und die Gesundheit aller Aschaffenburger:innen zu schützen, setzen wir uns für eine bessere Unterstützung der Obdachlosen ein. Denn in Aschaffenburg werden alle Menschen gleich wertgeschätzt!

Jeder Mensch braucht ein Dach über dem Kopf. Auch in Aschaffenburg. Gemeinsam haben wir uns das Ziel gesteckt, die Obdachlosigkeit europaweit bis 2030 zu beenden. Die bereits bestehenden Angebote der Stadt Aschaffenburg müssen deshalb überprüft und ergänzt werden:

  • Die Stadt Aschaffenburg hat bereits mit den lokalen Wohlfahrtsverbänden ein „Integrales Konzept der Wohnungslosenhilfe“ vor mehreren Jahren erarbeitet. Dieses muss, auch unter der Berücksichtigung der dramatischen Lage während der Pandemie, überprüft werden.
  • Dezentrale Unterkünfte sowie eine dezentrale Verteilung nach dem übergangsweisen Aufenthalt in Obdachlosenunterkünften müssen umgesetzt werden. Der dezentrale Faktor ist hierbei besonders wichtig, da so eine Problemkonzentration vermieden werden kann. Während der andauernden Pandemie und der Wintermonate ist auch eine Unterbringung in geschlossenen Hotels zu überprüfen.
  • Schutzbereiche innerhalb der bereits bestehenden Unterkünfte für alleinerziehnde Frauen, Menschen diversen Geschlechts sowie weiteren schutzbedürftigen Gruppen wie z.B. Menschen mit körperlichen Behindungen müssen geschaffen werden.
  • In Bahnhofsnähe soll eine Anlaufstelle mit freundlichem Ambiente geschaffen werden. Dort soll den Obdachlosen durch sozialpädagogisch geschultes Personal geholfen werden und eine Weitervermittlung stattfinden. 
  • Weitere Stellen im Amt für soziale Leistungen der Stadt Aschaffenburg sollen geschaffen werden, die der Größe des Problems angemessen sind. Außerdem soll eine zweite Stelle für ein:e Streetworker:in geschaffen werden, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, wenn man auf der Straße berät und Hilfe bietet. 
  • Das Projekt „Wohnen üben“ zur Unterstützung von Langzeituntergebrachten bei Wiedererwerb der Mietfähigkeit muss umgesetzt werden.

Unterstützen Sie den Antrag, den die Jusos Aschaffenburg gemeinsam mit der SPD Stadtratsfraktion eingebracht haben.

So können Sie mitmachen:

Ihnen ist die Umsetzung unserer Vorschläge genauso wichtig wie uns? Sie wollen auch in einer Stadt leben, in der Obdachlosen ausreichend geholfen wird? Dann unterschreiben Sie unsere Petition! Damit können wir zeigen, dass wir nicht in der Minderheit sind und unser Antrag Gewicht hat. Denn gemeinsam sind wir eine starke Stadt!

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